
Feier zum 80-jährigen Parteijubiläum von Kurt Ender
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Feier zum 80-jährigen Parteijubiläum von Kurt Ender
Am 14. Mai 2008 beging der SPD-Ortsvereins Siedlung-Ziebigk-Kühnau mit einer kleinen Feierstunde das 80-jährige Parteijubiläum von Kurt Ender, der noch in diesem Jahr seine 95. Geburtstag (22.08.1913) feiern wird. Als Ehrengast war der SPD-Bundestagsabgeordnete Engelbert Wistuba eingeladen.
Bereits mit 14 Jahren 1928 trat Kurt der Sozialdemokratischen Arbeiterjugend (SAJ) bei. In diesem Jahr nahm er auch eine Lehre als Dreher bei Junkers auf. 1932 wurde er Mitglied der SPD.
Als Gewerkschaftsangehöriger wurde Kurt zum Jugendvertreter in den Betriebsrat gewählt. In dessen Auftrag hielt er bereits mit 19 Jahren auf der Bühne im Arbeiterlokal „Tivoli“ einen Vortrag.
In dem von der SPD gegründeten Bund „Reichsbanner-Organisation Schwarz-Rot-Gold“ lernte er auch Wilhelm Feuerherdt kennen, den die Nazis in noch im selben Jahr wegen seiner politischen Einstellung umbrachten.
Kurt Ender wurde während der NS-Diktatur zusammen mit vielen anderen Genossen per Zug in ein Arbeitslager gebracht. Die Junkerswerke erreichten über mehrere Schreiben zur Arbeitsaufnahme die frühzeitige Entlassung. 1933 wurde sein Elternhaus mehrfach von den Nazis durchsucht. Die Kriegswirren führten dazu, dass er seine Technikerqualifizierung 1940 nur mit einer Meisterprüfung beendete.
1945 erlitt er eine Kriegsverletzung, die mit längeren Krankenhausaufenthalten einherging. Danach war er auf Arbeitssuche in Dessau, die bedingt durch die SPD-Mitgliedschaft mit Benachteiligungen verbunden war. Nach der Vereinigung von der SPD und KPD trat er nicht der SED bei.
Von der Stadt Dessau, deren Oberbürgermeisterin zur damaligen Zeit Maria Dank war, erhielt Kurt die Mitteilung, dass man ihm sein Grundstück enteignet hat. Er kämpfte um sein Recht. Nur durch sein beharrliches Eintreten knickten die DDR-Oberen ein und er bekam sein Eigentum zurück.
Erst nach der Wende 1989 nahm er wieder an den Parteiveranstaltungen teil und konnte seine SPD-Mitgliedschaft fortsetzen.
Wir sind stolz, dass wir in unserem Ortsverein dieses seltene Jubiläum mit Kurt Ender feiern konnten und er sich immer noch guter Gesundheit erfreut. Im Ortsteil Ziebigk wohnt er weiterhin in seinem Haus und versogt sich selbständig. Die tägliche Morgengymnastik hält in fit und ab und zu trinkt er gern mal ein Gläschen Weißwein.
Möge es auch noch lange so bleiben, das wünschen wir Dir von Herzen.
Christine Walther, OV-Siedlung-Ziebigk-Kühnau
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