Einweihung der Heinrich-Deist-Strasse

Allgemein

Strassenbennung - Geschichtsaufarbeitung

Heinrich Deist, SPD-Politiker (geb. 9.7.1874, gestorb. 19.7.1963)

Am 30.5.2009 wurde die Heinrich-Deist-Strasse feierlich übergeben.
Die SPD-Mitglieder des Ortsvereins Siedlung-Ziebigk-Kühnau sind stolz, dass die Stadt Dessau-Roßlau eine würdige Ehrung dieser bedeutenden Persönlichkeit der Dessauer Geschichte vorgenommen hat.

- als Ministerpräsident für Anhalt (1919 – 1932) den Ausbau und die Ansiedlung neuer Industrie wie z.B. die Junkerswerke gemeinsam mit Fritz Hesse gefördert
- 1924 sorgte er dafür, dass die Schlösser Wörlitz und Oranienbaum und die wertvolle Fürst-Georg-Bibliothek in eine Kulturstiftung überführt wurden, was zur Bewahrung und Pflege unersetzlichen Kulturgutes beigetragen hat
- 1926 hat er mitgewirkt, dass das Bauhaus von Weimar nach Dessau übersiedeln konnte (20.10.26 genehmigte die Anhaltische Regierung die Satzung des Bauhauses und verlieh der Einrichtung den Status einer Hochschule)
- mit seinem Rücktritt 1932 war er den Schikanen der Nationalsozialisten ausgesetzt
- in den Jahren 1945 – 47 wurde er von der sowjetischen Militäradministration als Präsident des Regierungsbezirks Dessau eingesetzt (im RP Dessau befindet sich im Eingangsbereich eine Erinnerungstafel, die das Schaffen von Heinrich Deist würdigt)
- ab 1950 war er der Diskriminierung der SED-Bezirksleitung ausgesetzt, die ihm seine Vergangenheit als Sozialdemokrat vorwarfen